Unser Profil.

Das Stuttgarter Sportgespräch ist ein unabhängiges Denk- und Diskussionsforum für Vordenker und Entscheidungsträger aus Sport, Politik, Wirtschaft, Kultur, Justiz und Medien. Ziel und Anspruch ist es, über den Tag hinaus reichende, grundlegende Fragen des Sports und seiner gesellschaftlichen Wechselbeziehungen zu erörtern. Einleitende Impulsreferate stimmen auf das Thema ein, gefolgt von einer moderierten Diskussion auf dem Podium. Im Anschluss erhalten die circa 300 geladenen Gäste Gelegenheit zu Fragen und Stellungnahmen, bevor ein Stehempfang Gelegenheit zum abschließenden Gedankenaustausch bietet.

Im 1. Stuttgarter Sportgespräch am 29. Januar 2007 diskutierten der ehemalige Bundesverfassungsrichter Professor Dr. Udo Steiner, der Sportwissenschaftler Professor Dr. Helmut Digel und Herbert Fischer-Solms vom Deutschlandfunk über die Autonomie der Verbände. Die Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport, Frau Dr. Eisenmann entrichtet wie in den Folgejahren das Grußwort für die Landeshauptstadt Stuttgart.

Im 2. Stuttgarter Sportgespräch am 14. Januar 2008 erörterten Professor Dr. Ulrich Haas, DOSB-Generaldirektor Dr. Michael Vesper und Bürgermeisterin Frau Dr. Susanne Eisenmann gemeinsam mit den Radsportlern Jörg Jaksche und Patrik Sinkewitz neue Wege im Anti-Doping-Kampf.

Das 3. Stuttgarter Sportgespräch wurde am 22. September 2008 gemeinsam mit dem Staatsministerium Baden-Württemberg als „Auswärtsspiel“ in der Baden-Württembergischen Landesvertretung in Berlin veranstaltet. Die Fußballer und Trainer Olaf Thon, Frank Wormuth, Bernhard Peters und Volker Finke sprachen über Status und Perspektive des deutschen Fußballs.

Um ein Expertenforum Medien am Nachmittag für geladene Medienvertreter wurde das 4. Stuttgarter Sportgespräch am 26. Januar 2009 erweitert. Professor Dr. Martin Nolte, Professor Matthias Prinz und PD Dr. Dr. Heiko Striegel gaben unter Moderation von Christoph Wüterich einen fundierten Überblick über das Persönlichkeitsrecht und eine praxisorientierte Handreichung für eine rechtssichere Sportberichterstattung. Mit dem Thema Zukunft der Finanzierung des Sports setzten sich bei der abendlichen Podiumsdiskussion der Journalist der Stuttgarter Nachrichten Gunter Barner, der Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Oliver Bierhoff, der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Sporthilfe Hans Wilhelm Gäb, der sportpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Winfried Herrmann sowie der Baden-Württembergische Kultusminister Helmut Rau auseinander.

Das Thema „Wem gehört der Sport – Profit ohne Verantwortung?“ erörterten beim 5. Stuttgarter Sportgespräch im Januar 2010 die Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann, die Geschäftsführerin der SIRIUS SportsMedia Dagmar Brandenstein, Dieter Gruschwitz vom ZDF, Sponsors-Chefredakteur Marco Klewenhagen und der Präsident des VfB Stuttgart Erwin Staudt. Im begleitenden Expertenforum Medien behandelten Professor Dr. Peter W. Heermann und die Rechtsanwälte Dr. habil Martin Stopper und Frank Thumm Probleme und Lösungsansätze für die Verteilung von Vermarktungsrechten im Sport.

Das 6. Stuttgarter Sportgespräch führte am 5. Oktober 2010 in der Baden-Württembergischen Landesvertretung in Berlin Judo-Olympiasieger Ole Bischof, Geher André Höhne, DLV-Vizepräsident Günther Lohre, den Heidelberger Psychologieprofessor Eberspächer und den Autor des Buches über Sebastian Deisler, Michael Rosentritt zusammen. Unter der Moderation von Eike Schulz, Journalist und Filmemacher beim ZDF, debattierten sie über das Thema „Der Kopf spielt mit – Psychologie im Spitzensport“.

Beim 7. Stuttgarter Sportgespräch im Januar 2011 in Stuttgart moderierte der ZDF-Sportjournalist Eike Schulz eine angeregte Podiumsdiskussion, bei der Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bundes und Sprecher der Spitzensportverbände, Markus Deibler, mehrfacher Schwimm-Europameister, Professor Dr. Ulrich Goll, Justizminister und zugleich Integrationsbeauftragter des Landes Baden-Württemberg, Erdal Keser, Leiter des Europabüros des Türkischen Fußballverbandes sowie Gül Keskinler, Integrationsbeauftragte des Deutschen Fußball-Bundes, über die Frage diskutierten: „Integration oder Trennung – welche Sprache spricht der Sport?“

Das 8. Stuttgarter Sportgesprächs widmete sich der olympischen Bewegung. Unter dem Titel „Von der Planche aufs Parkett“ erörterte Eike Schulz mit dem Olympiasieger, Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes und IOC-Vizepräsidenten Dr: Thomas Bach die Entwicklung der Olympischen Spiele und der Olympischen Idee seit Coubertin bis zu den Spielen von London 2012 und künftigen Bewerbungen deutscher Städte.

Das 9. Stuttgarter Sportgespräch im Januar 2013 führte unter dem Titel „Feigenblatt Fair Play? – Von Siegern und Fairlierern“ den Coubertin-Preisträger und fünffachen Paralympicssieger Jochen Wollmert, DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock, Philosophie-Professor Gunter Gebauer und den Sportwissenschaftler und Professor Norbert Müller, Mitglied im Päpstlichen Laienrat für den Sport, in Stuttgart zusammen.

Am 27. Januar 2014 war die Wirksamkeit von Athleten- und Schiedsvereinbarungen Gegenstand des 10. Stuttgarter Sportgesprächs. Unter dem Titel „Athletenvereinbarung – Berechtigtes Anliegen oder Entrechtung der Athleten?“ diskutierten der Sportwissenschaftler Professor Dr. Helmut Digel, der ehemalige Bundesverfassungsrichter Professor Dr. Udo Steiner, der Präsident des Deutschen Skiverbandes, Dr. Franz Steinle, die Degenfechterin Imke Duplitzer, Hockeynationalspieler Sascha Reinelt sowie der ehemalige Redakteur des Deutschlandsfunks Herbert Fischer-Solms unter der Moderation von ZDF-Sportjournalist Eike Schulz. Das Impulsreferat hielt Rechtsanwalt Dr. Marius Breucker. Die Diskussion erörterte zentrale Gedanken, die später in der Entscheidung des Landgerichts München zur Unwirksamkeit von Schiedsvereinbarungen im Sport virulent wurden.

Unter dem Titel „Ausverkauft! – Wie integer ist der Sport?“ diskutierten auf dem 11. Stuttgarter Sportgespräch der Basler Strafrechtsprofessor und ehemalige Leiter der Unabhängigen FIFA-Governance-Kommission Mark Pieth, der stellvertretende Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages und DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel, die ehemalige Fußball-Nationalspielerin und Managerin Katja Kraus sowie der Leiter der Sportredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) Anno Hecker. Beleuchtet wurden nicht zuletzt Integritätsfragen im Zusammenhang mit der FIFA – wenige Monate vor der Verhaftung hochrangiger Funktionäre anlässlich des FIFA-Kongresses in Zürich im Mai 2015.

„Deutschland ohne olympisches Feuer?!“ war nach der Ablehnung der deutschen Olympiabewerbung Thema des 12. Stuttgarter Sportgesprächs im Januar 2016. Der für die Olympiabewerbung zuständige Hamburger Staatsrat Christoph Holstein schilderte Ablauf und Hintergründe des Verfahrens und der Volksabstimmung. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes Alfons Hörmann und Professor Gunter Gebauer aus Berlin analysierten die Situation der Olympischen Bewegung und die Chancen für künftige Bewerbungen.

Die Erkenntnisse über Dopingpraktiken in Russland und die Entscheidungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) über den teilweisen oder vollständigen Ausschluss russischer Athleten von den Spielen in Rio de Janeiro 2016 waren Anlass, die Zukunft des Anti-Doping-Kampfes in den Blick zu nehmen. Unter dem Titel „Ist der saubere Sport noch zu retten?“ diskutierten beim 13. Stuttgarter Sportgespräch der Doppelolympiasieger im Bahnradfahren und Sportdirektor der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) Robert Bartko, der Vorstand der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) Dr. Lars Mortsiefer, ARD-Doping-Experte Hajo Seppelt und der Präsident des Internationalen Tischtennisverbandes (ITTF) Thomas Weikert. Im Austausch mit dem zuständigen Abteilungsleiter des Bundesministerium des Innern Gerhard Böhm und den Referenten der Kanzlei Wüterich  Breucker entwickelten die Teilnehmer die Idee, die Teilnahme an internationalen Sportveranstaltungen von einer Lizenz („Negativattest“) der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) abhängig zu machen.

Das Stuttgarter Sportgespräch gilt als bundesweit beachtete Ideenschmiede für Sport und Gesellschaft.